Der vielleicht letzte Geheimtipp in Mitte.

Ein Ort in Berlin-Mitte, den die SIGHTSEEING-BUSSE noch nicht kennen – es gibt ihn.
Er ist irgendwie dörflich und global, ein echtes Global Village an der Spree.

Am Köllnischen Park lag einst das Dorf Luisenstadt vor den Toren Berlins. 1701 bekamen die Luisenstädter die Berliner Bürgerrechte. Dort, wo die Inselstraße auf den Schulze-Delitsch-Platz trifft, endet – oder beginnt – die Köpenicker Straße. Einst, vor dem Krieg, war sie hier lebendig, wuselig, laut und voller Geschäfte mit so wohlklingenden Namen wie Drogerie Wolkenschieber oder Destillation „Zum Afrikaner“.

Heute ist das Areal zwischen Rungestraße, Wallstraße und Inselstraße ruhig und es fühlt sich tatsächlich ein bisschen an wie eine in Vergessenheit geratene Insel. Entschleunigt, entspannt und erstaunlich menschenleer, dafür, dass es mitten in Berlin liegt. In Sichtweite: die Spree. Zwischen den Bäumen: die alten Backsteinmauern des Märkischen Museums. Es gibt dem Platz durch seine sakrale Bauweise eher den Charakter eines Dorfangers als den eines Parks – nur wenige Gehminuten vom quirligen Mitte entfernt.