Kunst. Halle.

Die Künstlergruppe SEPIA und Studenten der Kunsthochschule in Halle werden zur Identität von Metropol Park beitragen. Wie – das weiß Professor Ulrich Reimkasten.

Was dachten Sie, als Sie das Gebäude in der Rungestraße das erste Mal sahen?

Mir hat von Anfang an die gelungene Mischung aus Werkbundarchitektur, Spätexpressionismus und Art-déco-Elementen gut gefallen. Markant und überzeugend in seiner Form. Die architektonische Leistung von damals ist von hoher Qualität, die unbedingt erhalten bleiben muss.

Wie kann das gelingen?

Es ist wichtig, die Stärke in der Form auch nach innen zu holen. Wir möchten Kunst so einsetzen, dass sie die Leistungen der Architekten und Designer ergänzt. Unter dieser Prämisse sind wir an die Gestaltung des Bodens im Showroom herangegangen und haben Strenge und klare Formen in den „Crazy Floor“ einfließen lassen.

Ihre Meisterschüler gestalten den Boden im Showroom. Aber sie werden auch den temporären Kunstraum FIRST FLOOR mit der Künstlergruppe SEPIA bespielen.

Genau. Mit zeitlich begrenzten Kunstaktionen werden wir uns klar und deutlich auf das Haus beziehen. Es wird zu Beginn ein Ensemble von Kunstwerken sein, die jeweils unter einem anderen Thema stehen. Wir haben dabei sehr viel Freiheit, eine tolle Voraussetzung für Künstler. Diese kulturellen Angebote sind ein herausragendes Merkmal von Metropol Park und für uns als Künstler eine große Herausforderung.

Wie kamen Sie mit dem Bauherrn zusammen?

Der Bauherr hat eine hohe Affinität zur Kunst. SEPIA und die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle haben einen sehr guten Ruf. Unsere Klasse für Malerei und Textile Künste hat sich durch viele Projekte von Kunst im architektonischen Raum einen Namen gemacht und so wurden wir eingeladen.

Was möchten Sie mit dieser Arbeit erreichen?

Als Hochschullehrer und Künstler wünsche ich mir immer, in die Öffentlichkeit zu gehen. Kunst muss den Leuten gezeigt werden. Wir möchten mit Menschen ins Gespräch kommen, Fragen aufwerfen oder aufgreifen. Denn erst, wenn Künstler beantworten können, was die Gesellschaft von ihnen hat, macht Kunst einen Sinn.

Und was haben die zukünftigen Bewohner von der Kunst?

Die Kunst wird die Räume so verändern, dass sie die Leute glücklich macht, dass die Menschen lächeln, wenn sie das Haus verlassen. Kunst muss die Seele erreichen. Wenn sie das tut – das haben uns die Erfahrungen mit anderen Projekten gezeigt – ist sie eine echte Bereicherung für das Leben und das Wohnen.

www.burg-halle.de